Die DIN EN ISO 9000 wurde in den 80er Jahren von der "International Organization for Standardization" (ISO) erarbeitet, als der Ruf nach einer branchenübergreifenden Norm als international einheitlicher Rahmen für den Aufbau und die Beschreibung von Qualitätsmanagementsystemen lauter wurde. Die ursprüngliche Version wurde 1994, 2000 und 2008 einer Revision unterzogen. Die heutige DIN EN ISO 9001 legt einen deutlichen Schwerpunkt auf die Prozessorientierung und die Kundenorientierung des QM- Systems.
Ein nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziertes QM- System ist ein genormter Qualitätsmaßstab für die Ausrichtung der innerbetrieblichen Handlungen auf die Kundenwünsche. Es bietet außerdem eine gute Grundlage, um auf weitere interne und externe Forderungen wie GMP, QS oder IFS reagieren zu können.
AGRIZERT ist in den Scopes Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht (01), Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung (03), Handel (29/1), Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen (35) und Gesundheits- und Veterinärwesen (38) für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 (durch die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17021) zugelassen (aktuelle Informationen unter www.tga-gmbh.de).
Die DIN EN ISO 22000 ist auf die DIN EN ISO 9001 abgestimmt. Durch die Implementierung des HACCP-Standards ist sie ein speziell auf den Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft zugeschnittenes Managementsystem. Die Umsetzung der Basisverordnung (EG-Verordnung 178/2002) sowie der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) wird somit unterstützt.
AGRIZERT ist in den Kategorien (A) Landwirtschaft Tierproduktion, (B) Landwirtschaft Pflanzenbau, (C) Herstellung 1 Lebensmittel, tierischen Ursprungs, verderblich, (D) Herstellung 2 Lebensmittel, pflanzlichen Ursprungs, verderblich, (E) Herstellung 3 Lebensmittel, haltbar, (F) Herstellung von Tierfutter, (G) Catering, (H) Handel, (I) Dienstleistungen, (J) Transport und Lagerung für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 22000 (durch die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17021) zugelassen (aktuelle Informationen unter www.tga-gmbh.de).
Das QS- Prüfzeichen macht dem Verbraucher deutlich, dass Produkte auf allen Stufen der Produktion und Verarbeitung in der Fleischverarbeitung sowie im Bereich Obst, Gemüse und Kartoffeln geprüft wurden.
AGRIZERT ist für den Scope QS akkreditiert und somit befähigt nach dem QS- Standard zu zertifizieren.
(aktuelle Informationen unter www.q-s.de)
Das GMP+ Feed Safety Assurance Schema (GMP+ FSA) ist ein Schema zur Sicherung der Tierfuttersicherheit in allen Gliedern der Tierfutterkette. Es ist ein internationales und weltweit einsetzbares Schema. Das Grundprinzip von GMP+ FSA besteht darin, dass die Tierfutterkette Teil der gesamten Produktionskette tierischer Produkte ist. Eine solide Sicherung der Tierfuttersicherheit weltweit hat höchste Priorität. Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung stellen und richtig und überzeugend auf die Bedürfnisse aus dem Produktionsbereich tierischer Produkte reagieren. Das GMP+ FSA Schema ist ein Hilfsmittel, um dies zu erreichen.
GMP+ FSA wurde seit 1992 entwickelt und unterlag von 1992 bis 2009 der Zuständigkeit des Marktverbands Tierfutter („Productschap Diervoeder/PDV") in Den Haag. Seit 2010 ist GMP+ International für das Schema zuständig.
AGRIZERT ist in den Scopes: B2 (2006): Qualitätslenkung bei Futtermittel-Ausgangserzeugnissen, B2 (2010): Herstellung von Futtermittelinhaltsstoffen, B3 (2006): Handel von Futtermitteln für landwirtschaftliche Nutztiere, B3 (2007): Futtermittel – Handel , Erfassung, Lagerung und Umschlag, B4.1: Straßentransport von Futtermitteln zugelassen
(aktuelle Informationen unter http://www.gmpplus.org/)
Der von deutschen Einzelhandelsunternehmen entwickelte Standard zur Auditierung von Eigenmarkenherstellern IFS (International Featured Standards) Food ist seit Februar 2003 offiziell zugelassen. Er legt Kriterien für die Auditierung von Eigenmarkenherstellern fest. Diese sollen eine Vergleichbarkeit der Auditergebnisse ermöglichen und werden von allen Handelsunternehmen akzeptiert um den Unternehmen der Lebensmittelindustrie eine aufwendige Mehrfachauditierung durch verschiedene Handelsunternehmen zu ersparen.
(weitere Informationen unter http://www.ifs-certification.com/).
Jeder Logistikdienstleister, der für den Handel aber auch für die Lebensmittelindustrie arbeitet, die Eigenmarken des Handels produziert, kann sich nach dem IFS (International Featured Standards) Logistic auditieren lassen.AGRIZERT ist in allen IFS Scopes akkreditiert
(weitere Informationen unter http://www.ifs-certification.com/).
Der IFS (International Featured Standards) Broker muss für alle Unternehmen angewendet werden, die hauptsächlich eine "Handelstätigkeit“ ausüben und die selbst ihre Lieferanten wählen, selbst Waren kaufen oder mit diesen handeln und dann Lieferungen direkt an ihre eigenen Kunden machen lassen und diesen Kunden die Waren direkt berechnen, ohne selbst je mit dem Produkt in Berührung gekommen zu sein.
AGRIZERT ist in allen IFS Scopes akkreditiert.
(aktuelle Informationen unter http://www.ifs-certification.com/)
Die Zertifizierung nach GTP basiert auf dem Codex des europäischen Handelsverbandes für Futtermittel Coceral. Sie richtet sich an Händler von Einzel-Futtermitteln, Zusatzstoffen und Vormischungen. Zusätzlich müssen die GMP B2 relevanten Forderungen bzgl. Lagerung, Transport und Hygiene für die vor- und nachgelagerten Bereiche erfüllt werden, um durch die niederländische PDV anerkannt zu werden (weitere Informationen unter www.coceral.com).
Die GLOBALGAP- Richtlinien für Obst und Gemüse legen Mindestanforderungen an landwirtschaftliche Betriebe bezüglich Produktionsweise, Produktionssicherheit, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Hygiene fest, um eine Grundlage für eine nachhaltige Ausrichtung des Garten- und Gemüsebaues zu schaffen. AGRIZERT ist für die Scopes Fruit&Vegetables und IFA akkreditiert (aktuelle Informationen unter www.globalgap.org).
Die nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse soll gefördert werden. Dies ist ein politisches Ziel der Europäischen Union und entspricht der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Mit der Richtlinie 2009/28/EG wurden Nachhaltigkeitsanforderungen
für die energetische Nutzung von Biomasse festgelegt. Dies betrifft alle Formen flüssiger Biomasse, insbesondere Pflanzenöle wie Palm-, Soja- und Rapsöl sowie flüssige und gasförmige Biokraftstoffe wie Biodiesel, Pflanzenölkraftstoff, Bioethanol und Biogas. Mit der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung – BioSt-NachV und der Biokraftstoff- Nachhaltigkeitsverordnung – Biokraft-NachV wird der von der Europäischen Union vorgegebene Rahmen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie zu den Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe und flüssige Brennstoffe in nationales Recht umgesetzt.
Die nachhaltige Biomasseerzeugung wird über ein Zertifizierungsverfahren kontrolliert. Dazu werden von der BLE Zertifizierungssysteme und Zertifizierungsstellen auf Antrag anerkannt.
AGRIZERT kontrolliert die Produktionskette nach den Vorgaben eines Zertifizierungssystems.
AGRIZERT ist für alle beteiligten Stufen in Europa zugelassen.
(aktuelle Informationen unter www.redcert.org)
MSC steht für den englischen Namen “Marine Stewardship Council” - Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei. Der MSC-Standard für die Produktkette gewährleistet, dass das blaue Symbol nur auf Erzeugnissen erscheint, die ausschließlich Fisch aus einem nach MSC zertifizierten Fangbetrieb enthalten. Marktteilnehmer dürfen ihre Produkte erst dann mit dem MSC-Siegel kennzeichnen, wenn von einer unabhängigen Stelle bestätigt wurde, dass für ihre Herstellung ausschließlich Fisch aus einer MSC-zertifizierten Fischerei verwendet wurde. Die Produktketten-Zertifizierung nach MSC-Standard bietet eine solche Garantie.
Der MSC Standard dient unabhängigen Zertifizierungsstellen bei der Bewertung von Unternehmen als Richtschnur. AGRIZERT ist für den Scope Chain of Custody akkreditiert.
(aktuelle Informationen unter http://www.msc.org/)
Seit September 2001 können Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft mit dem staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Das Zeichen mit dem Schriftzug "Bio" schafft Klarheit, Einheitlichkeit und Orientierung bei Bio- bzw. Öko-Produkten. Denn nur Erzeuger und Hersteller, die die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung einhalten und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, dürfen ihre Produkte als Bio- oder Ökoware verkaufen und mit dem Bio-Siegel kennzeichnen.
Die Nutzung des Bio-Siegels richtet sich nach den Kriterien der EG-Öko-Verordnung. In ihr ist unter anderem Folgendes festgeschrieben:
Verbote:
Verbot der Bestrahlung von Öko-Lebensmitteln
Verbot gentechnisch veränderter Organismen
Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
Verzicht auf leicht lösliche, mineralische Dünger
Anforderungen:
Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen
Flächengebundene, artgerechte Tierhaltung
Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern
Die Bio-Kontrollen werden in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner GfRS mbH durchgeführt.












